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1 | 1 | <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?> |
2 | | -<!-- $Revision$ --> |
3 | | -<!-- EN-Revision: 0799f7789c50a11b746ad713cc8787e4b04dd926 Maintainer: hholzgra Status: ready --> |
| 2 | +<!-- EN-Revision: ee5ee84013f11aaaf01b09484bc9aa3225379748 Maintainer: hholzgra Status: ready --> |
4 | 3 | <!-- Credits: tom --> |
5 | | - <chapter xml:id="features.persistent-connections" xmlns="http://docbook.org/ns/docbook"> |
6 | | - <title>Persistente Datenbankverbindungen</title> |
| 4 | +<chapter xml:id="features.persistent-connections" xmlns="http://docbook.org/ns/docbook"> |
| 5 | + <title>Persistente Datenbankverbindungen</title> |
7 | 6 |
|
| 7 | + <simplesect> |
| 8 | + <title>Was sind persistente Verbindungen?</title> |
8 | 9 | <simpara> |
9 | | - Persistente Verbindungen sind Verbindungen, die nach |
10 | | - Abarbeitung des Skriptes nicht geschlossen werden. Wenn eine |
11 | | - persistente Verbindung angefordert wird, prüft PHP zuerst, ob |
12 | | - bereits eine identische persistente Verbindung (die vielleicht |
13 | | - vorher offen geblieben ist) existiert und benutzt sie in diesem Fall. |
14 | | - Sollte keine Verbindung existieren, wird eine hergestellt. Eine |
15 | | - 'identische' Verbindung ist eine Verbindung, die zu dem |
16 | | - gleichen Host mit dem gleichen Usernamen und Passwort |
17 | | - hergestellt wurde.</simpara> |
18 | | - <simpara> |
19 | | - Wer nicht durchgängig mit der Art und Weise vertraut ist, wie |
20 | | - Webserver arbeiten und die Last verteilen, könnte missverstehen, |
21 | | - wofür persistente Verbindungen gedacht sind. Im Besonderen bieten |
22 | | - sie <emphasis>keine</emphasis> Möglichkeit, 'Benutzersitzungen' |
23 | | - über die gleiche Verbindung zu öffnen und |
24 | | - <emphasis>keine</emphasis> Möglichkeit, eine Transaktion effizient |
25 | | - aufzubauen, und sie können auch viele andere Dinge nicht. Um |
26 | | - absolute Klarheit zu schaffen: Persistente Verbindungen bieten |
27 | | - <emphasis>keine</emphasis> Funktionalität, die nicht auch von |
28 | | - nicht-persistenten Verbindungen bereitgestellt wird. |
29 | | - </simpara> |
30 | | - <simpara> |
31 | | - Warum? |
32 | | - </simpara> |
33 | | - <simpara> |
34 | | - Das hat mit der Arbeitsweise von Webservern zu tun. Es gibt drei |
35 | | - Möglichkeiten, wie ein Webserver PHP zur Generierung von |
36 | | - Webseiten einsetzen kann. |
37 | | - </simpara> |
38 | | - <simpara> |
39 | | - Die erste Methode ist, PHP als CGI-'Wrapper' zu benutzen. |
40 | | - Wenn diese Methode eingesetzt wird, wird für jede Anfrage |
41 | | - nach einer PHP-Seite vom Webserver eine Instanz des PHP- |
42 | | - Interpreters gestartet und anschließend wieder beendet. |
43 | | - Durch die Beendigung des Interpreters nach abgeschlossener |
44 | | - Anfrage werden alle Ressourcen, auf die zugegriffen wurde |
45 | | - (wie beispielsweise eine Verbindung zu einem SQL- |
46 | | - Datenbankserver) wieder geschlossen. In diesem Fall erreicht |
47 | | - man nichts, wenn man persistente Verbindungen benutzt - sie |
48 | | - sind eben nicht beständig. |
49 | | - </simpara> |
50 | | - <simpara> |
51 | | - Die zweite und populärste Methode ist der Einsatz von PHP als |
52 | | - Modul in einem Multiprozess-Webserver, was momentan nur auf den |
53 | | - Apache zutrifft. Typischerweise hat ein Multiprozess-Webserver |
54 | | - einen Prozess (den 'Eltern' Prozess), der einen Satz weiterer |
55 | | - Prozesse (die 'Kinder') koordiniert, welche die eigentliche Arbeit |
56 | | - des Bereitstellens der Seiten übernehmen. Jede Anfrage, die von |
57 | | - einem Client erfolgt, wird an einen untergeordneten Prozess, der |
58 | | - noch keine andere Anfrage bearbeitet, weitergereicht. Das bedeutet, |
59 | | - dass eine zweite Anfrage des gleichen Clients an den Server unter |
60 | | - Umständen von einem anderen untergeordneten Prozess als die |
61 | | - erste Anfrage bearbeitet wird. Wurde eine persistente Verbindung |
62 | | - einmal geöffnet kann jede danach folgende Seite innerhalb des |
63 | | - gleichen Prozesses diese bereits zum Server bestehende Verbindung |
64 | | - weiter verwenden. |
65 | | - </simpara> |
66 | | - <simpara> |
67 | | - Die letzte Methode ist, PHP als Plug-in für einen Multithread- |
68 | | - Webserver zu benutzen. Derzeit bietet PHP Unterstützung für |
69 | | - WSAPI und NSAPI (unter Windows), wodurch die Nutzung von |
70 | | - PHP mit Multithread-Serven wie Netscape Fast Track (iPlanet), |
71 | | - Microsoft Internet Information Server (IIS) und O'Reilly's WebSite |
72 | | - Pro ermöglicht wird. Das Verhalten entspricht im wesentlichen dem |
73 | | - oben beschriebenen Multiprozess-Modell. |
74 | | - </simpara> |
75 | | - <simpara> |
76 | | - Wozu dienen persistente Verbindungen, wenn sie keine |
77 | | - zusätzliche Funktionalität bieten? |
78 | | - </simpara> |
79 | | - <simpara> |
80 | | - Die Antwort ist außerordentlich einfach: Effizienz. Persistente |
81 | | - Verbindungen sind nützlich, wenn der Aufwand für das Herstellen |
82 | | - einer Verbindung zu einem SQL-Server hoch ist. Ob dies der Fall ist |
83 | | - oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab - zum Beispiel, um welche |
84 | | - Datenbank es sich handelt, ob sie auf dem gleichen Rechner wie der |
85 | | - Webserver läuft oder welche Last die SQL-Maschine zu bewältigen hat |
86 | | - usw. Grundsätzlich gilt, dass, wenn viele Verbindungen hergestellt |
87 | | - werden müssen, persistente Verbindungen außerordentlich hilfreich |
88 | | - sind. Sie veranlassen den untergeordneten Prozess, sich während |
89 | | - seiner gesamten Lebensdauer lediglich einmal mit dem SQL-Server zu |
90 | | - verbinden, anstatt bei jedem Aufruf einer Seite, die eine Verbindung |
91 | | - benötigt. Das heißt, dass jeder untergeordnete Prozess, der eine |
92 | | - persistente Verbindung öffnet, seine eigene dauerhafte Verbindung |
93 | | - zum Server hat. Bei 20 untergeordneten Prozessen, die ein Skript |
94 | | - ausführen, das eine persistente Verbindung zum SQL-Server |
95 | | - herstellt, hat man beispielsweise 20 verschiedene Verbindungen |
96 | | - zum SQL-Server - eine für jeden untergeordneten Prozess. |
97 | | - </simpara> |
98 | | - <simpara> |
99 | | - Beachten Sie jedoch, dass dies auch ein paar Nachteile haben kann, |
100 | | - wenn Sie eine Datenbank mit limitierten Verbindungen benutzen, welche |
101 | | - durch persistente Verbindungen überschritten werden. Wenn Ihre Datenbank |
102 | | - ein Limit von 16 gleichzeitigen Verbindungen hat, und aufgrund einer |
103 | | - stark ausgelasteten Server-Session 17 Kind-Prozesse versuchen, eine |
104 | | - Verbindung herzustellen, wird es einem nicht gelingen. Sollten in |
105 | | - Ihren Skripten Fehler bestehen, welche das Schließen der Verbindungen |
106 | | - nicht erlauben (wie z.B. Endlosschleifen), kann das eine Datenbank |
107 | | - mit mit nur 16 Verbindungen sehr schnell überschwemmen. Konsultieren |
108 | | - Sie die Dokumentation Ihrer Datenbank bezüglich der Behandlung von |
109 | | - aufgegebenen Verbindungen oder Verbindungen im Leerlauf. |
110 | | - </simpara> |
111 | | - <warning> |
112 | | - <simpara> |
113 | | - Sie sollten sich zur Vorsicht noch ein paar Gedanken machen, wenn |
114 | | - Sie persistente Verbindungen benutzen. Einer ist, wenn Sie über eine |
115 | | - persistente Verbindung Tabellen sperren und das Skript diese Sperre |
116 | | - aus welchem Grund auch immer nicht mehr aufheben kann, nachfolgende |
117 | | - Skripte, welche die selbe Verbindung benutzen, blockieren und den |
118 | | - Neustart von entweder dem Webserver oder dem Datenbankserver |
119 | | - verlangen. Ein weiterer ist, dass wenn Sie Transaktionen benutzen, |
120 | | - ein Transaktionsblock zu dem nächsten die Verbindung nutzenden Skript |
121 | | - übertragen wird, wenn die Ausführung des Skriptes vor dem |
122 | | - Transaktionsblock gestoppt wird. In jedem Fall können Sie |
123 | | - <function>register_shutdown_function</function> benutzen, um eine |
124 | | - einfache Funktion zu registrieren, welche Ihre Tabellen wieder |
125 | | - entsperrt, oder Ihre Transaktionen zurückstellt. Besser ist es, wenn |
126 | | - Sie dieses Problem gänzlich vermeiden, indem keine persistenten |
127 | | - Verbindungen in Skripten benutzen, welche Tabellen sperren oder |
128 | | - Transaktionen verwenden (Sie können sie immer noch anderswo benutzen). |
129 | | - </simpara> |
130 | | - </warning> |
131 | | - <simpara> |
132 | | - Eine wichtige Zusammenfassung. Persistente Verbindungen wurden |
133 | | - entwickelt, um eins-zu-eins Abbildungen auf reguläre Verbindungen |
134 | | - zu haben. Das heißt, dass man <emphasis>immer</emphasis> in der Lage |
135 | | - sein sollte, die persistenten Verbindungen durch nicht-persistente |
136 | | - zu ersetzten, ohne dass dies den Skriptablauf verändert. Es <emphasis> |
137 | | - kann</emphasis> (und wird vermutlich auch) die Effizienz des Skriptes |
138 | | - beeinflussen, aber nicht dessen Verhalten. |
139 | | - </simpara> |
140 | | - <para> |
141 | | - Siehe auch <function>ibase_pconnect</function>, <function>ociplogon</function>, |
142 | | - <function>odbc_pconnect</function>, <function>oci_pconnect</function>, |
143 | | - <function>pfsockopen</function> und <function>pg_pconnect</function>. |
144 | | - </para> |
145 | | - </chapter> |
| 10 | + Persistente Verbindungen sind Verbindungen, die nach Beendigung der |
| 11 | + Skriptausführung nicht geschlossen werden. Wird eine persistente |
| 12 | + Verbindung angefordert, prüft PHP, ob bereits eine identische persistente |
| 13 | + Verbindung (die von einem früheren Aufruf offen geblieben ist) existiert; |
| 14 | + ist dies der Fall, wird sie wiederverwendet, andernfalls wird eine neue |
| 15 | + Verbindung aufgebaut. Eine 'identische' Verbindung ist eine Verbindung, |
| 16 | + die zum gleichen Host mit demselben Benutzernamen und Passwort |
| 17 | + (sofern zutreffend) hergestellt wurde. |
| 18 | + </simpara> |
| 19 | + <simpara> |
| 20 | + Es gibt keine Möglichkeit, eine bestimmte Verbindung anzufordern oder zu |
| 21 | + garantieren, ob die zurückgegebene Verbindung eine bestehende oder eine |
| 22 | + ganz neue ist (etwa wenn alle bestehenden Verbindungen in Verwendung sind |
| 23 | + oder die Anfrage von einem anderen Worker bearbeitet wird, der einen |
| 24 | + eigenen Pool von Verbindungen besitzt). |
| 25 | + </simpara> |
| 26 | + <simpara> |
| 27 | + Die persistenten Verbindungen von PHP können daher beispielsweise nicht |
| 28 | + verwendet werden, um: |
| 29 | + </simpara> |
| 30 | + <simplelist> |
| 31 | + <member>eine bestimmte Datenbanksitzung einem bestimmten Web-Benutzer zuzuweisen</member> |
| 32 | + <member>eine umfangreiche Transaktion über mehrere Anfragen hinweg aufzubauen</member> |
| 33 | + <member>eine Abfrage in einer Anfrage zu starten und die Ergebnisse in einer anderen abzurufen</member> |
| 34 | + </simplelist> |
| 35 | + <simpara> |
| 36 | + Persistente Verbindungen bieten <emphasis>keinerlei</emphasis> |
| 37 | + Funktionalität, die nicht auch mit nicht-persistenten Verbindungen |
| 38 | + möglich wäre. |
| 39 | + </simpara> |
| 40 | + </simplesect> |
| 41 | + |
| 42 | + <simplesect xml:id="persistent-connections.web"> |
| 43 | + <title>Web-Anfragen</title> |
| 44 | + <simpara> |
| 45 | + Es gibt zwei Möglichkeiten, wie ein Webserver PHP zur Generierung von |
| 46 | + Webseiten einsetzen kann: |
| 47 | + </simpara> |
| 48 | + <simpara> |
| 49 | + Die erste Methode ist, PHP als CGI-"Wrapper" zu benutzen. Wenn diese |
| 50 | + Methode eingesetzt wird, wird für jede Anfrage nach einer PHP-Seite vom |
| 51 | + Webserver eine Instanz des PHP-Interpreters gestartet und anschließend |
| 52 | + wieder beendet. Durch die Beendigung des Interpreters nach jeder Anfrage |
| 53 | + werden alle Ressourcen, auf die zugegriffen wurde (wie beispielsweise |
| 54 | + eine Verbindung zu einem SQL-Datenbankserver), wieder geschlossen. In |
| 55 | + diesem Fall erreicht man nichts, wenn man persistente Verbindungen |
| 56 | + benutzt - sie sind eben nicht beständig. |
| 57 | + </simpara> |
| 58 | + <simpara> |
| 59 | + Die zweite und populärste Methode ist der Einsatz von PHP-FPM oder von |
| 60 | + PHP als Modul in einem Multiprozess-Webserver (derzeit nur Apache). |
| 61 | + Solche Setups haben typischerweise einen Prozess (den Eltern-Prozess), |
| 62 | + der eine Reihe weiterer Prozesse (seine Kinder) koordiniert, welche die |
| 63 | + eigentliche Arbeit des Bereitstellens der Webseiten übernehmen. Wenn |
| 64 | + eine Anfrage von einem Client eingeht, wird sie an eines der Kinder |
| 65 | + weitergereicht, das gerade keinen anderen Client bedient. Das bedeutet, |
| 66 | + dass eine zweite Anfrage desselben Clients an den Server unter Umständen |
| 67 | + von einem anderen Kindprozess als die erste Anfrage bearbeitet wird. |
| 68 | + Wurde eine persistente Verbindung einmal geöffnet, kann jede danach |
| 69 | + vom selben Kindprozess bediente Seite die bereits aufgebaute Verbindung |
| 70 | + zum SQL-Server weiterverwenden. |
| 71 | + </simpara> |
| 72 | + <note> |
| 73 | + <para> |
| 74 | + Die verwendete Methode lässt sich anhand des Werts von "Server API" in |
| 75 | + der Ausgabe von <function>phpinfo</function> oder anhand des Werts der |
| 76 | + Konstante <constant>PHP_SAPI</constant>, ausgeführt über eine |
| 77 | + Web-Anfrage, prüfen. |
| 78 | + </para> |
| 79 | + <para> |
| 80 | + Lautet die Server API "Apache 2 Handler" oder "FPM/FastCGI", werden |
| 81 | + persistente Verbindungen über Anfragen hinweg wiederverwendet, die vom |
| 82 | + selben Worker bedient werden. Bei jedem anderen Wert bleiben |
| 83 | + persistente Verbindungen nach jeder Anfrage nicht erhalten. |
| 84 | + </para> |
| 85 | + </note> |
| 86 | + </simplesect> |
| 87 | + |
| 88 | + <simplesect xml:id="persistent-connections.cli"> |
| 89 | + <title>Kommandozeilen-Prozesse</title> |
| 90 | + <simpara> |
| 91 | + Da PHP auf der Kommandozeile für jedes Skript einen neuen Prozess |
| 92 | + verwendet, werden persistente Verbindungen nicht zwischen |
| 93 | + Kommandozeilen-Skripten geteilt. Es bringt daher keinen Nutzen, sie in |
| 94 | + kurzlebigen Skripten wie Cronjobs oder Befehlen einzusetzen. Sie können |
| 95 | + jedoch zum Beispiel in einem langlaufenden Anwendungsserver nützlich |
| 96 | + sein, der viele Anfragen oder Aufgaben bedient, von denen jede ihre |
| 97 | + eigene Datenbankverbindung benötigen kann. |
| 98 | + </simpara> |
| 99 | + </simplesect> |
| 100 | + |
| 101 | + <simplesect xml:id="persistent-connections.why"> |
| 102 | + <title>Wozu sie verwenden?</title> |
| 103 | + <simpara> |
| 104 | + Persistente Verbindungen sind nützlich, wenn der Aufwand zum Aufbau |
| 105 | + einer Verbindung zu einem SQL-Server hoch ist. Ob dieser Aufwand |
| 106 | + signifikant ist, hängt von vielen Faktoren ab, etwa von der Art der |
| 107 | + Datenbank, davon, ob sie auf demselben Rechner wie der Webserver läuft, |
| 108 | + und davon, wie stark dieser Rechner ausgelastet ist. Ist der |
| 109 | + Verbindungsaufwand hoch, können persistente Verbindungen erheblich |
| 110 | + helfen: Jeder Kindprozess verbindet sich nur einmal während seiner |
| 111 | + gesamten Lebensdauer, statt jedes Mal, wenn er eine Seite verarbeitet, |
| 112 | + die eine Verbindung zum SQL-Server benötigt. Das bedeutet, dass jeder |
| 113 | + Kindprozess, der eine persistente Verbindung öffnet, seine eigene |
| 114 | + Verbindung zum Server unterhält. Bei beispielsweise 20 verschiedenen |
| 115 | + Kindprozessen, die jeweils ein Skript ausführen, das eine persistente |
| 116 | + Verbindung zum SQL-Server aufbaut, ergeben sich 20 separate |
| 117 | + Verbindungen zu diesem Server, eine pro Kind. |
| 118 | + </simpara> |
| 119 | + </simplesect> |
| 120 | + |
| 121 | + <simplesect xml:id="persistent-connections.drawbacks.conn-limits"> |
| 122 | + <title>Mögliche Nachteile: Verbindungslimits</title> |
| 123 | + <simpara> |
| 124 | + Es ist jedoch zu beachten, dass dies Nachteile haben kann, wenn eine |
| 125 | + Datenbank mit Verbindungslimits verwendet wird, die durch persistente |
| 126 | + Verbindungen der Kindprozesse überschritten werden. Hat die Datenbank |
| 127 | + ein Limit von 16 gleichzeitigen Verbindungen und versuchen während |
| 128 | + einer stark ausgelasteten Server-Sitzung 17 Kindprozesse, eine |
| 129 | + Verbindung herzustellen, wird einer von ihnen fehlschlagen. Bestehen in |
| 130 | + den Skripten Fehler, die das Schließen der Verbindungen verhindern |
| 131 | + (wie etwa Endlosschleifen), kann eine Datenbank mit nur 16 Verbindungen |
| 132 | + sehr schnell überschwemmt werden. |
| 133 | + </simpara> |
| 134 | + <simpara> |
| 135 | + Persistente Verbindungen erhöhen in der Regel die Anzahl der zu einem |
| 136 | + gegebenen Zeitpunkt geöffneten Verbindungen, da untätige Worker |
| 137 | + weiterhin die Verbindungen halten, die sie für vorherige Anfragen |
| 138 | + geöffnet haben. Werden viele Worker hochgefahren, um eine |
| 139 | + Lastspitze zu bewältigen, bleiben die von ihnen geöffneten Verbindungen |
| 140 | + bestehen, bis der Worker beendet wird oder der Datenbankserver die |
| 141 | + Verbindung schließt. |
| 142 | + </simpara> |
| 143 | + <simpara> |
| 144 | + Es ist sicherzustellen, dass die vom Datenbankserver erlaubte maximale |
| 145 | + Anzahl an Verbindungen größer ist als die maximale Anzahl der Worker |
| 146 | + für Web-Anfragen (zuzüglich aller weiteren Verwendungen wie Cronjobs |
| 147 | + oder administrativer Verbindungen). |
| 148 | + </simpara> |
| 149 | + <simpara> |
| 150 | + Es empfiehlt sich, in der Dokumentation der Datenbank Informationen zur |
| 151 | + Behandlung aufgegebener oder im Leerlauf befindlicher Verbindungen |
| 152 | + (Timeouts) nachzuschlagen. Lange Timeouts können die Anzahl der zu |
| 153 | + einem Zeitpunkt geöffneten persistenten Verbindungen erheblich |
| 154 | + erhöhen. |
| 155 | + </simpara> |
| 156 | + </simplesect> |
| 157 | + |
| 158 | + <simplesect xml:id="persistent-connections.drawbacks.state"> |
| 159 | + <title>Mögliche Nachteile: Verwaltung des Verbindungszustands</title> |
| 160 | + <simpara> |
| 161 | + Manche Datenbank-Extensions führen eine automatische Bereinigung |
| 162 | + durch, wenn die Verbindung wiederverwendet wird; andere überlassen |
| 163 | + diese Aufgabe dem Anwendungsentwickler. Je nach gewählter |
| 164 | + Datenbank-Extension und Anwendungsdesign kann eine manuelle Bereinigung |
| 165 | + vor Beendigung des Skripts erforderlich sein. Änderungen, die |
| 166 | + Verbindungen in einem unerwarteten Zustand zurücklassen können, sind |
| 167 | + unter anderem: |
| 168 | + </simpara> |
| 169 | + <simplelist> |
| 170 | + <member>Ausgewählte / voreingestellte Datenbank</member> |
| 171 | + <member>Tabellensperren</member> |
| 172 | + <member>Nicht abgeschlossene Transaktionen</member> |
| 173 | + <member>Temporäre Tabellen</member> |
| 174 | + <member>Verbindungsspezifische Einstellungen oder Funktionen wie Profiling</member> |
| 175 | + </simplelist> |
| 176 | + <simpara> |
| 177 | + Tabellensperren und Transaktionen, die nicht aufgeräumt oder |
| 178 | + abgeschlossen werden, können dazu führen, dass andere Abfragen |
| 179 | + unbegrenzt blockiert werden und/oder dass eine spätere |
| 180 | + Wiederverwendung der Verbindung unerwartete Änderungen verursacht. |
| 181 | + </simpara> |
| 182 | + <simpara> |
| 183 | + Ist die falsche Datenbank ausgewählt, kann eine spätere |
| 184 | + Wiederverwendung der Verbindung Abfragen nicht wie erwartet ausführen |
| 185 | + (oder führt sie auf der falschen Datenbank aus, wenn sich die Schemata |
| 186 | + ausreichend ähneln). |
| 187 | + </simpara> |
| 188 | + <simpara> |
| 189 | + Werden temporäre Tabellen nicht aufgeräumt, können nachfolgende |
| 190 | + Anfragen dieselbe Tabelle nicht erneut anlegen. |
| 191 | + </simpara> |
| 192 | + <simpara> |
| 193 | + Die Bereinigung kann mithilfe von Klassen-Destruktoren oder |
| 194 | + <function>register_shutdown_function</function> umgesetzt werden. |
| 195 | + Dedizierte Connection-Pooling-Proxies, die dies als Teil ihrer |
| 196 | + Funktionalität enthalten, können ebenfalls in Betracht gezogen werden. |
| 197 | + </simpara> |
| 198 | + </simplesect> |
| 199 | + |
| 200 | + <simplesect xml:id="persistent-connections.final-words"> |
| 201 | + <title>Schlussbemerkungen</title> |
| 202 | + <simpara> |
| 203 | + Aufgrund des oben beschriebenen Verhaltens und der potenziellen |
| 204 | + Nachteile sollten persistente Verbindungen nicht ohne sorgfältige |
| 205 | + Abwägung eingesetzt werden. Sie sollten nicht ohne zusätzliche |
| 206 | + Anpassungen der Anwendung sowie ohne sorgfältige Konfiguration von |
| 207 | + Datenbankserver und Webserver und/oder PHP-FPM verwendet werden. |
| 208 | + </simpara> |
| 209 | + <simpara> |
| 210 | + Es sollten alternative Lösungen in Betracht gezogen werden, etwa die |
| 211 | + Untersuchung und Behebung der Ursachen für den |
| 212 | + Verbindungsaufbau-Overhead (beispielsweise das Deaktivieren von |
| 213 | + Reverse-DNS-Lookups auf dem Datenbankserver) oder dedizierte |
| 214 | + Connection-Pooling-Proxies. |
| 215 | + </simpara> |
| 216 | + <simpara> |
| 217 | + Für Web-APIs mit hohem Anfragevolumen sollten alternative Runtimes oder |
| 218 | + langlaufende Anwendungsserver in Betracht gezogen werden. |
| 219 | + </simpara> |
| 220 | + </simplesect> |
| 221 | + |
| 222 | + <simplesect role="seealso" xml:id="persistent-connections.seealso"> |
| 223 | + &reftitle.seealso; |
| 224 | + <simplelist> |
| 225 | + <member><function>ibase_pconnect</function></member> |
| 226 | + <member><function>oci_pconnect</function></member> |
| 227 | + <member><function>odbc_pconnect</function></member> |
| 228 | + <member><function>pfsockopen</function></member> |
| 229 | + <member><function>pg_connect</function></member> |
| 230 | + <member><link linkend="mysqli.persistconns">MySQLi und persistente Verbindungen</link></member> |
| 231 | + <member><link linkend="pdo.connections">PDO-Verbindungsverwaltung</link></member> |
| 232 | + </simplelist> |
| 233 | + </simplesect> |
| 234 | +</chapter> |
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148 | 237 | Local variables: |
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